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16.12.2010: Brücke zur Welt

In unseren Gedanken schwingt noch die Erinnerung an die sogenannte "Üfest" der Deutschen Bundespost. Diese Dienststelle war nach dem Kriege in der Tat für die Menschen im Wendland ein wichtiger Arbeitgeber. Hier fanden nicht nur die hochqualifizierten Funker und wissenschaftliche Mitarbeiter ihre Aufgaben, sondern auch Techniker, Saalboten, Elektriker und Kraftfahrer einen sicheren Arbeitsplatz.

Für das leibliche Wohl der Bediensteten sorgten die Küchenfrauen. Und zwischendurch fand sich auch mal etwas Zeit für ein "Schwätzchen".

Eine große Dienststelle funktioniert nicht ohne die wichtigen Helfer, über die ansonsten kaum berichtet wird. Reinigungskräfte sorgten im Innen- und Außenbereich für die nötige Ordnung. Großstationsempfänger, Fernschreiber, Schalter und Zusatzgeräte und sonstige technische Komponenten sollten möglichst staubfrei sein. Auch die langen Flure waren ein kontinuierliches Ziel schweißtreibender Putzaktionen.

Im Außenbereich sorgten sich die Hausmeister, Pförtner, Forstarbeiter und nicht zuletzt die Mast- und Antennenbauer um die nötige Sicherheit und Ordnung. So war es. So wird sie uns in Erinnerung bleiben, die Üfest, als "Die Brücke zur Welt"!

Das Betriebsgebäude

Eines der interessantesten Kapitel der Übersee-Funkgeschichte ist im Jahre 1988 zu Ende gegangen. Die Mitarbeiter leisteten "rund um die Uhr" ihren Dienst und sicherten somit die Kommunikationsmöglichkeiten Deutschlands mit Europa und dem Rest der Welt.

Die Üfest-Lüchow (auch ÜFuESt oder UeFuESt genannt) war eines der beiden "großen Ohren" der Bundesrepublik Deutschland und ein wichtiger Übersee-Vermittlungsknoten der Telegrafie-, Fernschreib-, Fernsprech- und Bildfunkübermittlung im Zeitraum von 1938 bis 1988. Eine Schwesterstation befand sich in Eschborn bei Frankfurt am Main. [» Diesen Absatz in Morse-Telegrafie ausgeben [310 KB] ]

In den nachfolgenden Texten und Beschreibungen verwende ich der Einfachheit halber nur den Begriff "Üfest".